Lithium-Polymerzellen sind kein Spielzeug! Es sind einige Sicherheitshinweise zu beachten. Wir haben hier versucht, einen groben Überblick über die meistgestellten Fragen zu geben. Sicherlich ist diese Auflistung nicht vollständig, bei Fragen zögern Sie nicht, uns anzusprechen.
Löten
An beiden Anschlüssen sind mit normalem Lötzinn lötbare Anschlüsse, somit gibt es keine Probleme. Aber nicht zu lange löten, sonst gibts Schäden (wie bei jedem Akku).
Bitte die Zellenspannung vor dem Verlöten kontrollieren und bei Abweichung von mehr als 10mV einzeln volladen (bis 4,2V).
Laden
LiPolys mit max. 1C laden. Höherer Ladestrom erzeugt Erwärmung, der Pack geht schneller in den Konstantspannungsmodus und der Strom geht weiter zurück. Dadurch wird die Ladung nicht deutlich schneller.
Ladeschlussspannung 4,2V, darüber führt zur Zerstörung der Zelle!
Nur mit einem LiPoly-Ladegerät oder einem Lader mit LiPoly-Programm laden. Normale Ladeprogramme zerstören die Zellen!
Genau auf die Zellenzahl achten: Es wird immer die Anzahl der in Reihe
geschalteten Zellen eingestellt.
Beispiel:
- Normaler 3s (3x seriell)-Pack: Einstellung 3 Zellen oder 12,6V
- 3s2p (3xseriell, davon 2 parallel) sind NICHT 6 Zellen, sondern immer
noch 3!!!
Vor dem Laden warten, bis sich der Akku abgekühlt hat!
Orbit-Lader bitte auf Softwarestand jünger als 6.1 updaten!
Schulze Ladegeräte auf einen Softwarestand jünger als 8.04 updaten!
Entladen
Kokam "normal" 3C, Spitze 5C
Kokam-H-Zellen 6C, kurzfristig 8C (Ausnahme 350H: 15C/25C)
E-Tec 6C Dauer, 10C Spitze
ThunderPower 6C Durchschnitt (größere Packs 5C Durchschnitt), 10C Spitze
Entladeschlussspannung 2,7V, Entladung darunter kann Schäden oder den Tod der Zellen zur Folge haben.
Darauf achten, dass 70°C niemals überschritten werden. Falls kein Messgerät zur Hand: Wenn man die Packs fest in der Hand halten kann, ist die Temperatur OK.
LiIon (XCell)
Diese Zellen haben einen Metallmantel, der Sicherheit suggeriert. In Bezug auf mechanische Stabilität von außen mag dies auch stimmen, leider ermöglicht dieser Mantel dem Wasserstoff keine Ausdehnung wie bei den LiPoly-Zellen. Dadurch kann es tatsächlich zu explodierenden Akkus kommen. Aus diesem Grunde müssen LiIon-Zellen mit einer Temperatursicherung versehen werden. Diese ist im Shop erhältlich.
Mechanische Belastbarkeit
Hier heißt es aufpassen: Löcher in der Zelle sind der Tod. Außerdem ist das Innenleben recht giftig. Darum immer darauf achten, dass keine spitzen Gegenstände im Akkufach oder im Akkukoffer Beschädigungen verursachen können.
Bei Abstürzen, auch bei nicht sichtbaren Beschädigungen, immer erhöhte Aufmerksamkeit walten lassen. Bitte entfernen Sie den Pack umgehend aus dem Flugzeug, beobachten Sie ihn min. 1h entfernt von brennbaren Gegenständen und messen Sie dann die Spannung des Packs. Bei Auffälligkeiten den Pack am besten nicht mehr benutzen! Den Pack ansonsten unter Aufsicht mit 1C laden und dann mit 1C entladen. Danach wieder aufladen und eine Entladung mit erhöhtem Strom (mgl. realistische Flugbedingungen), wiederum unter Aufsicht, durchführen. Wenn hier nichts auffällt, wird der Pack vermutlich nicht geschädigt worden sein und kann weiter genutzt werden.
Lagern
LiPoly-Zellen haben eine extrem niedrige Selbstentladung (<5% im Jahr) und können fast unbegrenzt, wenn nicht ganz leer, gelagert werden. Am besten hat sich eine Lagerung bei ca. 3,8V pro Zelle bewährt. Sie können aus jedem beliebigen Ladezustand mit 1C aufgeladen werden (Ausnahme: Tiefentladung unter 2,5V, dort muss mit 1/10C geladen werden, bis 2,7V überschritten sind).
Nicht in der Sonne liegen lassen.
Nicht im Auto bei hohen Temperaturen liegen lassen.