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Bedienungsanleitung und Datenblatt für den YGE 4, 

1,3/4g Drehzahlsteller für bürstenlose Motoren

 

Technische Daten:

- max. 4A Dauerstrom, bei sehr guter Kühlung im Luftstrom
- 1* bis 3 LiPolys mit automatischer Erkennung der Zellenzahl und Rückregelung bei Unterspannung
- 4 bis 10 Zellen NiCd/NiMH, Rückregelung bei Unterspannung
- BEC 5V, 1A
- EMK Bremse in 5 Stufen einstellbar (0-100% in 25% Schritten)
- Timing in 5 Stufen einstellbar (0-30° in 7,5°-Schritten)
- Taktfrequenz 14kHz
- Überstromschutz
- Übertemperaturschutz 4,5A
- Gewicht 4,0g mit Kabel, 1,3g ohne Kabel, alle Gewichte ohne Schrumpfschlauch

Inbetriebnahme

Nach Anstecken des Akkus und korrekter Stoppstellung des Senders ertönt ein aufsteigender Dreiton, wobei der angeschlossene Motor als Signalgeber fungiert. - Der Regler ist flugbereit -
Da sich der Steller nach jedem Akkuwechsel den Motor neu einlernt, kann der erste Anlauf bei einigen Motoren etwas zögerlich sein. Die Drehrichtung kann einfach durch Vertauschen zweier Motorleitungen umgekehrt werden.
Ertönt nur 1 Signal, ist ein Stecker oder eine Motorleitung defekt.
Achtung: Akkuseitige Verpolung führt zu schweren Schäden und Verlust der Garantie!

Einstellungen

Der YGE 4 verfügt über einen fest eingestellten Servoweg, so dass bei allen gängigen Anlagen der Stopp- und Vollgaspunkt sauber durchschaltet. Der Servoweg für Gas sollte bei allen programmierbaren Sendern auf dem Standardwert stehen (+ - 100%), die Servomittenverstellung auf neutral.. Die Stopp- und Vollgasposition lässt sich an der jeweils stetig leuchtenden LED erkennen. Bei einigen Sendertypen muss ggf. die Wegbegrenzung angepasst werden, was sich am Einfachsten ohne Motor durchführen lässt.
Die Bremsstufen können mit der Trimmung am Sender, in Verbindung mit der unterschiedlichen Blinkfrequenz der LED am Steller, eingestellt werden. Wobei die niedrigste Blinkfrequenz für die schwächste Bremsstufe steht.

Das Timing ist im Auslieferzustand auf Stufe 4, das sind 22,5°, eingestellt. Dies hat sich bei den meisten Außenläufern als optimal herausgestellt. Zwei- und vierpolige Innenläufer werden mit Stufe 2 betrieben. Sollte beim Hochlaufen ein plötzlicher Drehzahleinbruch mit einem "Quietschen" festzustellen sein, muss ggfls. das Timing geändert werden. 
Die Bremse ist abgeschaltet.
Die Unterspannungserkennung ist auf LiPoly-Akkus eingestellt.

Falls Veränderungen gewünscht werden, gehen Sie wie folgt vor:

Sender auf Vollgas stellen und Akku anstecken. Sie hören nach 5 Sekunden 3 alternierende Töne, Dann Knüppel wieder auf Stopp stellen. Es folgen nacheinander 5 Einzeltöne entsprechend der 5 Timingstufen. 
Stufe 1=0°
Stufe 2=7,5°
Stufe 3=15°
Stufe 4=22,5°
Stufe 5=30°. 
Jetzt sofort nach der gewünschten Stufe den Knüppel auf Vollgas stellen, und Und Sie hören wieder den alternierenden Ton. - Die Stufe ist gespeichert.

Nun folgen genauso die 5 Bremsstufen.
Knüppel auf Stopp:
Stufe 1 = Bremse aus
Stufe 2 = 55%
Stufe 3 = 70%
Stufe 4 = 85%
Stufe 5 = 100%
Sofort nach der gewünschten Stufe den Knüppel auf Vollgas stellen, und Sie hören wieder den alternierenden Ton.

Jetzt folgen 3 Unterspannungsstufen.
Knüppel auf Stopp
Stufe 1 = Unterspannungserkennung abgeschaltet
Stufe 2 = NiCd/NiMH Modus
Stufe 3 = LiPoly-Modus
Sofort nach der gewünschten Stufe den Knüppel auf Vollgas stellen, nun hören Sie 3 absteigende Töne. Knüppel zurück auf Stopp, es folgen 3 aufsteigende Töne wie zu jeder Inbetriebnahme.

--- fertig ---

Egal welche Änderung gewünscht wird, es müssen alle 3 Modus durchlaufen werden.

Falls Sie versehentlich bei einer normalen Inbetriebnahme in den Programmiermodus gelangen, einfach den Akku abziehen, Sender auf Stopp stellen und den Akku wieder anstecken. So werden Sie nichts verstellen.

Unterspannungsschutz

Bei Stufe 1 erfolgt generell die Abschaltung bei 2,9V.

Bei Stufe 2, im NiCd/NiMH-Modus, erfolgt die Rückregelung bei Erreichen von 60% der Einschaltspannung.

Bei Stufe 3, im LiPoly-Modus, erfolgt die Rückregelung auf 90% der momentanen Gasstellung bei Erreichen von 8,1V bei 3 LiPolys und 5,4V bei 2 LiPolys. Bei nur einer Zelle schaltet der Steller bereits bei 2,9V ab. Durch kurze Zurücknahme des Gasknüppels auf die Stoppstellung kann man noch mal für 2 Sekunden Vollgas geben. Es besteht auch die Möglichkeit, mit weniger Gas weiterzufliegen, da sich der Akku bei geringerer Belastung erholt. Bricht die Spannung jedoch weiter ein, wird der Motor abgeschaltet.

Empfehlung

Platzieren Sie den YGE 4 im Luftstrom, denn seine Belastbarkeit hängt unmittelbar von der Kühlung ab. Sollte eine starke Erwärmung im Betrieb festzustellen sein, kann die Ursache außer übermäßiger Strombelastung auch an einer zu hohen Belastung des BEC liegen. Hier ist also Vorsicht geboten, denn eine Überlastung des BEC kann zum Absinken der Versorgungsspannung für die Empfangsanlage führen. Deshalb ist auf leichtgängige Ruder und Ruderanlenkungen unbedingt zu achten.
* Beim Betrieb mit nur einer LiPoly-Zelle ist, bedingt durch die geringere Gatespannung der FETs, der max. Strom auf 3A begrenzt. Dadurch kommt es bei einigen Motoren zu Anlaufproblemen. In diesen Fällen sollte auf 2 Zellen ausgewichen werden. Vor allem 3D-Funflyer funktionieren mit den aktuellen Motoren nicht einwandfrei an 1 Zelle.
Zum Berührungsschutz kann der Steller mit Schrumpfschlauch überzogen werden, die maximale Strombelastbarkeit kann dabei etwas sinken.

Vorsicht

Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass sich bei angeschlossenem Akku keinerlei Gegenstände im Drehkreis des Propellers befinden. Der Betrieb dieses Drehzahlsteller ist deshalb nur in Situationen zulässig, in denen Sach- und Personenschäden ausgeschlossen sind. Einen beschädigten Drehzahlsteller (z.B. durch Bruch, Verpolung oder Feuchtigkeit) keinesfalls weiterverwenden. Andernfalls kann es zu einem späteren Zeitpunkt, oder durch Folgefehler, zu Fehlfunktionen kommen.
Der Drehzahlsteller darf nur aus Akkus gespeist werden, ein Betrieb an Netzgeräten ist nicht zulässig.

Garantiebedingungen

Wir gewähren 24 Monate Garantie auf diesen Drehzahlsteller. Alle weitergehenden Ansprüche sind ausgeschlossen. Das gilt insbesondere für Schadensersatzansprüche, die durch Ausfall oder Fehlfunktion ausgelöst wurden. Für Sachschäden, Personenschäden und deren Folgen, die aus unserer Lieferung oder Arbeit entstehen, übernehmen wir keine Haftung, da uns eine Kontrolle der Handhabung und Anwendung nicht möglich ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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